08 May 2026, 10:05

Mainzer Betonbrunnen: Vom Schandfleck zum Spielparadies für Kinder?

Schwarz-weiß-Kollage des Trevi-Brunnens in Rom, der seine zentralen Skulpturen und die umliegende Architektur zeigt, mit Text unten.

Mainzer Betonbrunnen: Vom Schandfleck zum Spielparadies für Kinder?

Der verfallene Betonbrunnen auf dem Ernst-Ludwig-Platz in Mainz könnte nach Jahren des Dahinvegetierens bald eine Renaissance erleben. Einst als Wahrzeichen moderner Gestaltung gefeiert, steht das Bauwerk seit 15 Jahren in Ruinen. Nun bieten eine lokale Denkmalschutzinitiative und EU-Fördermöglichkeiten eine mögliche Perspektive für seine Rettung.

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Der Jubiläumsbrunnen, der mit Wasser und Stein an die römischen Wurzeln von Mainz erinnern sollte, wurde ursprünglich für seine kühne Architektur gelobt. Doch im Laufe der Zeit verschlechterte sich sein Zustand zusehends: Risse im Beton und instabile Materialien machten aus ihm das, was der Verein Rettet das römische Mainz heute als „Schandfleck“ bezeichnet. Frühere Pläne zur Neugestaltung des Platzes scheiterten immer wieder – der Brunnen blieb sich selbst überlassen.

Ein neuer Vorschlag könnte das Blatt wenden. Die Initiative schlägt vor, den Brunnen zu einem „Kinderspielbrunnen“ umzufunktionieren – ein Schritt, der den Zugang zu EU-Fördergeldern ebnen könnte. Programme wie die Europäische Investitionsbank (EIB) und die EU-LIFE-Initiative unterstützen städtische Projekte zur Klimaanpassung, darunter Trinkbrunnen und Wasserspiele. Diese Fördermittel stehen noch bis 2027 zur Verfügung.

Die Stadt veranschlagt die Sanierungskosten auf etwa 650.000 Euro. Die Umgestaltung würde zentrale architektonische Elemente erhalten, während fragile Materialien durch langlebigere Alternativen ersetzt würden. Gelingt das Vorhaben, könnte aus einem lange vernachlässigten Wahrzeichen ein funktionaler öffentlicher Raum werden.

Die Zukunft des Brunnens hängt nun von der Bewilligung der Mittel und der Finalisierung der Pläne ab. Bei einer Genehmigung würde die Restaurierung nicht nur den baulichen Verfall stoppen, sondern auch hitzeresistente öffentliche Freiflächen schaffen. Stadt und Aktivisten hoffen, aus einem verfallenen Relikt einen neuen Mittelpunkt für Mainz zu machen.

Quelle