27 June 2026, 08:04

Mainzer Unternehmen kämpfen mit dramatischem Fachkräftemangel – 62 Prozent der Stellen unbesetzt

Fachkräftemangel: Was es für den Standort Mainz bedeutet

Mainzer Unternehmen kämpfen mit dramatischem Fachkräftemangel – 62 Prozent der Stellen unbesetzt

Ein neuer Bericht unterstreicht den Fachkräftemangel, der Unternehmen in Mainz belastet. Viele Betriebe kämpfen damit, offene Stellen zu besetzen – aktuell bleiben 62 Prozent der ausgeschriebenen Positionen unbesetzt. Besonders betroffen sind das Handwerk, die Bauwirtschaft und der verarbeitende Sektor.

Fast die Hälfte der Mainzer Unternehmen stuft den Fachkräftemangel als mittel bis schwerwiegend ein. Hauptgründe sind ein Mangel an Bewerbern sowie unzureichende Qualifikationen der Kandidaten. Um gegenzusteuern, vereinfachen Betriebe Bewerbungsverfahren und bieten flexible Arbeitszeiten an.

Flexible Arbeitsmodelle und Weiterbildungsmöglichkeiten sind die beliebtesten Strategien, um Mitarbeiter zu halten. Dagegen werden Lösungen wie internationale Rekrutierung oder KI-gestützte Personalauswahl noch kaum genutzt. Manuela Matz, die Wirtschaftsdezernentin der Stadt, sieht darin jedoch zentrale Chancen, um den Fachkräftemangel zu bewältigen.

Trotz der Herausforderungen bewerten 72 Prozent der Unternehmen Mainz weiterhin als attraktiven Wirtschaftsstandort. Teresa Klug, Leiterin des Referats für Wirtschaft und Strukturentwicklung, plant den Ausbau von Förderprogrammen. Diese sollen helfen, Fachkräfte zu sichern und die Position der Stadt als Wirtschaftsstandort zu stärken.

Der Fachkräftemangel in Mainz zwingt Unternehmen, neue Strategien bei der Personalgewinnung und -bindung zu entwickeln. Während viele Betriebe bereits aktiv werden, könnte zusätzliche Unterstützung durch die lokalen Behörden die Situation entspannen. Der gute Ruf der Stadt als Wirtschaftsstandort könnte diese Bemühungen weiter vorantreiben.

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