21 March 2026, 22:05

McCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal könnte europäische Märkte erschüttern

Ein Teller mit einem unbestimmten Lebensmittel.

McCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal könnte europäische Märkte erschüttern

Der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über den Kauf von Knorr, der kultigen deutschen Lebensmittelmarke. Die potenziell milliardenschwere Transaktion würde einen massiven Vorstoß auf dem europäischen Markt bedeuten. Knorr, seit 2000 im Besitz von Unilever, ist vor allem für seine Fertiggerichte und Würzmittel bekannt.

Die mögliche Übernahme fällt in eine Phase der Umstrukturierung bei Unilever unter CEO Fernando Fernandez. Das Unternehmen konzentriert sich zunehmend auf lukrativere Bereiche wie Schönheitspflege, Hygiene und Körperpflege. Der Verkauf von Knorr würde diese Strategie unterstreichen, da die Marke im niedrigmargigen Lebensmittelsegment angesiedelt ist.

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Für McCormick, das mit Gewürzen und Saucen bereits fast 7 Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr erwirtschaftet, wäre Knorr eine Chance, das Produktsortiment deutlich zu erweitern. Der deutsche Markt für Fertiggerichte und Würzmittel ist stark gewachsen – von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf voraussichtlich über 3,5 Milliarden Euro bis 2025, wie Daten von Statista zeigen. Dominiert wird dieser Sektor von Knorr und Maggi (im Besitz von Nestlé).

Sollte der Deal zustande kommen, wäre dies ein weiterer Schritt in einer Reihe ähnlicher Branchenbewegungen. Nestlé hatte zuvor bereits deutsche Marken wie Erasco und Buitoni übernommen, während Unilever in den frühen 2000er-Jahren Langnese kaufte. McCormick selbst ist in Deutschland nicht neu: 2000 übernahm das Unternehmen den Gewürzhersteller Ducros.

Die Akquisition würde McCormick eine starke Position im boomenden deutschen Convenience-Food-Markt verschaffen. Die etablierte Marke und das Sortiment von Knorr könnten dem US-Konzern helfen, direkt mit Nestlés Maggi zu konkurrieren. Gleichzeitig spiegelt der Deal Unilevers anhaltende Abkehr vom Lebensmittelgeschäft zugunsten profitablerer Sparten wider.

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