Milliardenverluste drohen: Wie Bahn-Chaos die deutsche Industrie lahmlegt
Nina MüllerMilliardenverluste drohen: Wie Bahn-Chaos die deutsche Industrie lahmlegt
Deutsche Industrien stehen wegen anhaltender Güterverkehrsverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn vor Milliardenverlusten. Die Störungen zwingen wichtige Wirtschaftszweige, die Produktion zu drosseln und nach alternativen Transportwegen zu suchen.
Besonders hart trifft es die Stahlindustrie, die normalerweise fast die Hälfte ihrer Lieferungen per Schiene abwickelt. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal haben ihre Produktion bereits gedrosselt, da die Zugverbindungen unzuverlässig sind.
Auch die chemische Industrie, die jährlich 25 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene transportiert, kämpft mit Verspätungen und steigenden Kosten. Gleichzeitig verzeichnet die Automobilbranche einen Rückgang der verfügbaren Frachtkapazitäten, was einige Firmen dazu veranlasst, auf den Straßentransport auszuweichen.
Als Reaktion hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) die Deutsche Bahn aufgefordert, Güterzügen auf Ausweichstrecken Vorrang zu gewähren.
Die Bahnstörungen kosten die Wirtschaft Milliarden. Stahl-, Chemie- und Automobilunternehmen passen ihre Abläufe an, um die Engpässe zu bewältigen. Der Druck auf die Deutsche Bahn, die Probleme schnellstmöglich zu lösen, wächst weiter.
