Neue 12-Stunden-Regel treibt Benzinpreise und Tankstellengewinne in die Höhe
Nina MüllerNeue 12-Stunden-Regel treibt Benzinpreise und Tankstellengewinne in die Höhe
Deutschlands neue 12-Stunden-Regel für Kraftstoffpreiserhöhungen ist am 1. April in Kraft getreten. Erste Daten zeigen, dass die Änderung die Gewinne der Mineralölkonzerne bereits gesteigert hat. In den ersten beiden Wochen stiegen die Margen für Superbenzin im Schnitt um 6 Cent pro Liter.
Besonders stark fielen die Gewinnsteigerungen bei kleineren Ketten und unabhängigen Tankstellen aus. Große Kraftstoffhändler verzeichneten dagegen nur moderate Zuwächse. Kritiker hatten zuvor gewarnt, dass die Regelung zu höheren Preisen führen könnte, da Tankstellen die Kosten im Voraus anheben würden.
In Süddeutschland stiegen die Preise stärker als in anderen Regionen des Landes. Ein Vergleich mit Nachbarländern in der EU zeigte zudem, dass die Kraftstoffkosten in Deutschland im gleichen Zeitraum überdurchschnittlich angestiegen sind.
Bei Dieselkraftstoff war hingegen kein ähnlicher Trend zu beobachten. Die Margen blieben instabil, sodass sich keine klaren Auswirkungen der neuen Vorschrift erkennen lassen.
Bisher hat die Regelung der Ölindustrie – vor allem kleineren Anbietern – zusätzliche Gewinne beschert. Während die Benzinmargen gestiegen sind und Diesel unbeeinflusst blieb, wird sich die langfristige Auswirkung auf die Verbraucher daran zeigen, wie die Tankstellen ihre Preise in den kommenden Monaten anpassen. Erste Zahlen deuten darauf hin, dass die Maßnahme das Marktverhalten bereits verändert hat.






