24 May 2026, 16:08

Niedersachsen setzt auf Tiefengeothermie: Neue Karten zeigen ungenutztes Potenzial

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Niedersachsen setzt auf Tiefengeothermie: Neue Karten zeigen ungenutztes Potenzial

Neue Kartenserie soll Tiefengeothermie in Niedersachsen erschließen

Der Niedersächsische Geothermiedienst (NGD) hat eine neue Kartenserie veröffentlicht, die dabei helfen soll, das Potenzial der Tiefengeothermie im Land zu nutzen. Das Tool zeigt Gebiete mit besonders guten Voraussetzungen für die nachhaltige Wärmegewinnung auf. Die Nachfrage nach dieser Energiequelle steigt bei Kommunen, Versorgern und Industrieunternehmen in der Region.

Im Fokus stehen Gesteinsschichten aus der Keuperzeit, die vor über 200 Millionen Jahren entstanden sind. Die sogenannte Exter-Formation enthält wasserdurchlässige Sandsteine, die sich ideal für die Geothermie eignen. In Tiefen von bis zu 2.600 Metern herrschen dort Temperaturen von über 100 Grad Celsius.

Tiefengeothermische Systeme nutzen in der Regel Bohrungen, die tiefer als 400 Meter reichen – die meisten deutschen Anlagen liegen zwischen 2.000 und 3.500 Metern. Dabei wird Thermalwasser aus den Sandsteinschichten gefördert und über Wärmetauscher an der Oberfläche zur Energiegewinnung genutzt. Zwar birgt Norddeutschland ein beträchtliches, noch ungenutztes Potenzial, doch hohe Bohrkosten und Explorationsrisiken bremsen die Entwicklung bisher aus.

Die Online-Karten des NGD sollen Gemeinden, Planern und Unternehmen die Standortauswahl erleichtern. Indem sie die vielversprechendsten Gebiete ausweisen, könnte das Tool den Ausbau der Geothermie als zentrale Energiequelle in der Region beschleunigen.

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Die neue Ressource ist ab sofort online verfügbar und bietet eine klarere Grundlage für Geothermie-Projekte in Niedersachsen. Angesichts des wachsenden Interesses von Kommunen und Energieverbrauchern könnten die Karten dazu beitragen, die mit der Erkundung verbundenen Risiken und Kosten zu senken. Damit unterstützt der Schritt die Bestrebungen der Region, nachhaltige Wärmeversorgungslösungen auszubauen.

Quelle