17 March 2026, 18:08

NRW führt schärferes Gesetz gegen Slum-Wohnungen und Mietwucher ein

Plakat mit der Aufschrift "Ländliche Slums auf abgenutztem Land" bewirbt Umsiedlungsmöglichkeiten, zeigt eine Person vor einem Haus mit Bäumen.

Wie NRW den Missbrauch mit Schrottimmobilien stoppt - NRW führt schärferes Gesetz gegen Slum-Wohnungen und Mietwucher ein

Nordrhein-Westfalen geht mit neuem Gesetz gegen Slum-Wohnungen und ausbeuterische Mietpraktiken vor

Das Gesetz für faires Wohnen zielt auf den Missbrauch von Wohnraum ab – insbesondere in Arbeiterunterkünften. Rund 20 bis 25 Kommunen, darunter Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen, werden durch die Reform schärfere Regeln erhalten.

Das Gesetz führt mehrere zentrale Änderungen ein, um die Wohnbedingungen zu verbessern. Kurzzeitvermietungen ohne Genehmigung werden künftig auf maximal 56 Nächte pro Jahr begrenzt – bisher lag die Obergrenze bei 90 Tagen. Vermieter in betroffenen Gebieten müssen ihre Immobilien zudem registrieren lassen und Qualitätsprüfungen bestehen, bevor sie diese legal vermieten dürfen.

Behörden erhalten mehr Befugnisse gegen Problemimmobilien Werden Standards wiederholt nicht eingehalten, können Behörden eine Zwangsverwaltung anordnen oder – in Extremfällen – Gebäude enteignen. Eine Enteignung kommt jedoch erst infrage, wenn vorherige Versuche gescheitert sind, das Objekt zu einem fairen Preis zu erwerben und zu sanieren.

Das Gesetz verbietet zudem ausbeuterische Wohnmodelle, bei denen Arbeitgeber Beschäftigte in überteuerte, marode Unterkünfte zwingen. Um Sozialbetrug einzudämmen, werden strengere Meldepflichten und ein besserer Datenaustausch zwischen Behörden durchgesetzt. Zusätzlich wird ein sozialrechtliches Zurückbehaltungsrecht geprüft, um Mieter vor Verdrängung zu schützen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hintergrund: Dramatische Wohnverhältnisse in NRW-Städten In Städten wie Duisburg und Gelsenkirchen häufen sich seit Jahren schwere Verstöße gegen Wohnstandards. Berichte deckten slumähnliche Zustände in Arbeiterwohnheimen auf – mit Schimmel, fehlender Heizung und extremer Überbelegung. Die neuen Maßnahmen sollen solche Fälle künftig verhindern.

Das Gesetz für faires Wohnen gilt für Kommunen mit besonders schlechten Wohnbedingungen. Durch strengere Kontrollen, kürzere Vermietungsfristen und schärfere Eingriffsrechte sollen Slum-Verhältnisse beseitigt werden. Gleichzeitig stellt das Gesetz sicher, dass Mieter nicht benachteiligt werden, während es Betrug und Ausbeutung auf dem Wohnungsmarkt bekämpft.

Quelle