Proteste für Wiedereröffnung des Südstadt-Centers eskalieren nach monatelanger Schließung
Claudia FischerProteste für Wiedereröffnung des Südstadt-Centers eskalieren nach monatelanger Schließung
Zum sechsten Mal ist es zu Protesten gekommen, da Anwohner die Wiedereröffnung des Südstadt-Centers fordern. Das Einkaufszentrum war im Februar wegen schwerwiegender Brandschutzmängel geschlossen worden. Nun wächst die Frustration über Verzögerungen und das Fehlen klarer Lösungen seitens der Stadt.
Das Südstadt-Center musste schließen, nachdem Prüfer gravierende Verstöße gegen den Brandschutz festgestellt hatten. Berichten zufolge war der Eigentümer bereits im vergangenen Jahr auf notwendige Sanierungsmaßnahmen hingewiesen worden, hatte jedoch nicht gehandelt. Seit der Schließung ist das leerstehende Gebäude zum Ziel von Vandalen geworden – allein durch Kupferkabeldiebstähle kam es bereits zu Festnahmen.
Der Organisator Daniel Mahler kritisierte das Vorgehen der Stadt scharf und forderte mehr Transparenz sowie eine sinnvollere Verwendung der Mittel. Unterdessen schloss sich Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt den jüngsten Protesten an und betonte, die Wiedereröffnung des Centers bleibe oberste Priorität. Die Stadtverwaltung habe zugesagt, innerhalb weniger Tage auf 35 Fragen der Protestgruppe zu antworten.
Hinter den Kulissen wird unterdessen nach einer Lösung gesucht. Ein Mitarbeiter führt derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren, um das Center wiederzubeleben. Falls das bestehende Gebäude nicht gerettet werden kann, hat sich ein Investor bereit erklärt, innerhalb von 18 bis 24 Monaten einen kleineren Ersatzneubau in der Nähe zu errichten.
Die Zukunft des Südstadt-Centers steht auf dem Spiel, während die Proteste anhalten und die Verhandlungen voranschreiten. Die Stadtverwaltung muss nun die Sorgen der Demonstranten ernst nehmen und gleichzeitig mit Investoren an einer tragfähigen Lösung arbeiten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob das Center wieder öffnen kann – oder ob ein Neubau an seine Stelle tritt.






