25 June 2026, 04:04

RAW-Gelände in Berlin: Kulturschatz zwischen Räumungsdrohung und Verhandlungsstillstand

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturschatz zwischen Räumungsdrohung und Verhandlungsstillstand

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes – ein kulturelles Zentrum mit Clubs, Bars und Veranstaltungsorten – steht auf dem Spiel. Vor dem Büro der Kurth Gruppe haben Demonstranten für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Entwicklung des Areals protestiert. Aktuell beherbergt das Gelände Konzertlocations, einen Biergarten, eine Skatehalle und vieles mehr.

Ursprünglich diente das RAW-Gelände als Wartungsdepot der Reichsbahn. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde es aufgegeben und später zu einem lebendigen Kulturort umgestaltet.

Im Januar beantragte die Kurth Gruppe eine beschleunigte Baugenehmigung für den Bau von Wohnungen. Das Unternehmen wirft der Stadt vor, frühere Absprachen gebrochen und ohne Absprache neue Auflagen eingeführt zu haben. Streitpunkt ist, wie viele Wohnungen entstehen sollen und ob die historischen Hallen, die von Clubs und Kulturgruppen genutzt werden, erhalten bleiben.

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Mitte Mai legten Senat und Bezirk einen Rahmenvertrag zur Beilegung des Konflikts vor – die Kurth Gruppe lehnte ihn ab. Einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, haben inzwischen Räumungsklagen erhalten. Der Club könnte bereits nächste Woche geräumt werden.

Die Demonstranten fordern den Eigentümer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um das Gelände zu retten. Das RAW-Areal bleibt ein zentraler Ort der Berliner Kulturszene, doch sein langfristiges Überleben ist ungewiss. Räumungsdrohungen und festgefahrene Gespräche stellen seine Zukunft infrage.

Quelle