Rekordzahl: Über 309.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft
Mila KleinRekordzahl: Über 309.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft
Deutschland verzeichnet einen historischen Anstieg bei Einbürgerungsanträgen für das Jahr 2025. Über 309.852 Menschen in 14 Bundesländern erhielten die deutsche Staatsbürgerschaft – ein neuer Rekord, der die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr übertrifft. Der starke Anstieg folgt auf umfassende Reformen des Staatsangehörigkeitsrechts.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren die Einbürgerungsregeln gelockert: Die Mindestaufenthaltsdauer wurde von acht auf fünf Jahre verkürzt, und die Möglichkeiten für eine doppelte Staatsbürgerschaft wurden ausgeweitet. Diese Änderungen haben vielen langjährigen Zugewanderten den Weg zur Einbürgerung geebnet.
Ein großer Teil der 2025 Eingebürgerten kam während der Migrationswelle der Jahre 2015 und 2016 nach Deutschland. Ihre Aufenthaltsdauer erfüllt nun die neuen Voraussetzungen. Besonders stark vertreten unter den erfolgreichen Antragstellern sind türkische und russische Staatsangehörige.
Berlin verzeichnete mit 39.034 neuen deutschen Staatsbürgern den stärksten Zuwachs – fast doppelt so viele wie noch 2024. Brandenburg folgte mit 4.695 Einbürgerungen, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig stieg die Zahl der Anträge von Russen weiter an.
In den kommenden Jahren könnte sich der Trend fortsetzen: Ukrainer, die 2022 nach Deutschland geflohen sind, könnten ab 2027 die Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen. Ihre Ankunft markierte eine weitere Migrationswelle, und viele werden bald die Fünfjahresfrist erreichen.
Die Gesamtzahl für 2025 übertrifft den bisherigen Höchststand von 291.955 Einbürgerungen im Jahr 2024. Da jährlich mehr Migranten die Voraussetzungen erfüllen, wird sich der Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen. Die Reformen haben die Einbürgerung erleichtert und sorgen für einen stetigen Anstieg der Naturalisationen.






