Rheinland-Pfalz verbietet Handys an Schulen – und vollzieht Kehrtwende
Clara BraunRheinland-Pfalz verbietet Handys an Schulen – und vollzieht Kehrtwende
Rheinland-Pfalz verbietet Handy-Nutzung in der Schule
Die neue Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Ute Eiling-Hütig, hat ein Verbot der privaten Handynutzung während der Schulzeit angekündigt. Damit kehrt das Land seine bisherige Haltung zu dieser Frage um.
Noch im März 2025 hatte die Landesregierung ein solches Verbot abgelehnt. Damals sprachen sich die damaligen Bildungsminister Stefanie Hubig und Sven Teuber (beide SPD) gegen eine landesweite Regelung aus. Die CDU hatte sich hingegen für ein Handyverbot ausgesprochen – mit Verweis auf die psychische Gesundheit und die Lernfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.
Die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Jenny Groß, hatte zuvor bereits auf die negativen Folgen von Smartphones hingewiesen. Sie nannte übermäßigen Social-Media-Konsum und steigende Bildschirmzeiten bei Jugendlichen als Problem. Vergleichbare Maßnahmen gibt es bereits in Frankreich, Italien, Großbritannien und den Niederlanden. Auch Hessen hatte in diesem Jahr handyfreie Zonen an Schulen eingeführt.
Zusätzlich zum Handyverbot werden die Bundesjugendspiele in Rheinland-Pfalz wieder als Wettkämpfe ausgetragen.
Die neue Regelung reiht das Land in die wachsende Zahl europäischer Regionen ein, die den Umgang mit Smartphones in Schulen einschränken. Sie spiegelt die zunehmende Sorge um die Konzentration und das Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern wider – und markiert einen Kurswechsel in der Bildungspolitik des Landes beim Thema digitale Gewohnheiten.






