29 April 2026, 12:07

Sachsen-Anhalt schafft Terrassengebühren ab – Entlastung für Gastronomen und Innenstädte

Ein Tisch mit einer Vielzahl von Gemüse in Schalen und Tabletts, jeweils mit einem Preisschild versehen, das darauf hinweist, dass sie zum Verkauf stehen.

Sachsen-Anhalt schafft Terrassengebühren ab – Entlastung für Gastronomen und Innenstädte

Immer mehr Städte in Sachsen-Anhalt schaffen die Gebühren für Außengastronomie ab. Mit diesem Schritt soll die finanzielle Belastung von Gastronomen verringert und gleichzeitig die Belebung der Innenstädte gefördert werden. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass bereits jede fünfte Kommune diese Abgaben komplett gestrichen hat.

Die Höhen der Terrassengebühren im Land variieren stark. In Schönebeck zahlen Betriebe nur 52 Euro für eine 25 Quadratmeter große Außenfläche, die von Mai bis September genutzt wird. Am anderen Ende der Skala verlangt Wernigerode für dieselbe Fläche 1.163 Euro – fast das 22-Fache. Dieser deutliche Anstieg geht auf eine Anpassung der Sondernutzungssatzung im Jahr 2023 zurück.

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Im Durchschnitt müssen Gastronomen für eine Standardterrasse 328 Euro entrichten. Zwar handelt es sich für die Kommunen um eine überschaubare Einnahmequelle, für kleine Betriebe stellt die Gebühr jedoch eine spürbare Belastung dar. Ralf Seibicke, Landesvorsitzender des Bundes der Steuerzahler Sachsen-Anhalt, argumentiert, dass ein Verzicht auf diese Abgaben dringend benötigte Entlastung bringen würde. Gleichzeitig betont er, dass der Einnahmeausfall minimal wäre, da Terrassengebühren in der Regel weniger als 0,05 Prozent des Haushalts einer Kommune ausmachen.

Neben den direkten Einsparungen würde der Wegfall der Gebühren auch den Verwaltungsaufwand verringern. Die Erhebung und Bearbeitung der Zahlungen verursacht zusätzliche Kosten für die Behörden, die entfallen würden, wenn die Abgaben abgeschafft würden.

Die Forderungen werden lauter, dass sich mehr Städte an den Beispielen der Kommunen orientieren sollten, die die Terrassengebühren bereits abgeschafft haben. Die Änderung würde sowohl Gastronomen als auch den lokalen Behörden Kosten ersparen. Da die Außengastronomie eine zentrale Rolle bei der Belebung der Innenstädte spielt, argumentieren Befürworter, dass die wirtschaftlichen Vorteile den geringfügigen Einnahmeausfall bei Weitem überwiegen.

Quelle