Schwarzfahrer tötet Bahnmitarbeiter nach brutaler Attacke im Regionalexpress
Clara BraunSchwarzfahrer tötet Bahnmitarbeiter nach brutaler Attacke im Regionalexpress
Ein Bahnmitarbeiter ist nach einem Angriff durch einen Schwarzfahrer in einem Regionalexpress gestorben. Die Tat ereignete sich Anfang Februar in einem Zug auf der Strecke von Landstuhl nach Homburg. Das Opfer, Serkan Çalar, erlag zwei Tage nach dem Vorfall einer Hirnblutung.
Überwachungsaufnahmen dokumentieren den Angriff: Der Angeklagte, der 26-jährige griechische Staatsbürger Ioanni V., schlug dem Schaffner wiederholt gegen Kopf und Körper. Während der Attacke soll er zudem Drohungen ausgerufen haben, darunter die Behauptung, Boxer und Kämpfer zu sein. Nun muss er sich wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht verantworten.
Ioanni V. zeigte im Prozess Reue und erklärte, die volle persönliche Verantwortung für seine Tat zu tragen. Zudem entschuldigte er sich bei der Familie des Opfers, die der Verhandlung beiwohnt. Die Verhandlungen sollen acht Tage dauern; das Urteil wird für den 9. Juli erwartet.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das wachsende Problem der Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr. Allein 2025 verzeichnete die Bundespolizei rund 2.690 Angriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn – ein Anstieg um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Angehörigen des Opfers fordern Gerechtigkeit und wollen gleichzeitig auf die Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst aufmerksam machen. Während der Prozess weiterläuft, befassen sich die Behörden mit der zunehmenden Bedrohung für Bahnmitarbeiter. Eine Entscheidung im Fall wird für Anfang Juli erwartet.
