Sexpuppen zwischen Tabu und Technologie: Was sagt die Kulturwissenschaft dazu?
Clara BraunSexpuppen zwischen Tabu und Technologie: Was sagt die Kulturwissenschaft dazu?
Sexpuppen im kulturellen Wandel: Ein taz-Queer-Talk mit Expert:innen
Ein kürzlich veranstalteter taz-Queer-Talk brachte Fachleute zusammen, um über die kulturellen und sozialen Auswirkungen von Sexpuppen zu diskutieren. Moderiert von taz-Redakteur Jan Feddersen, war unter den Gästen Susanne Regener, eine führende Wissenschaftlerin auf den Gebieten der visuellen Kultur und Gender Studies. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich diese Objekte über fast ein Jahrhundert entwickelt haben.
Susanne Regener, emeritierte Professorin der Universität Siegen, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Darstellung marginalisierter Gruppen. Ihr Forschungsspektrum reicht von True Crime über KI und Liebe bis hin zu ihrem jüngsten Schwerpunkt: Sexpuppen. Sie zeichnet ihre Geschichte nach – von simplen aufblasbaren Objekten bis zu den heutigen, mit KI ausgestatteten Begleiter:innen.
Die Veranstaltung, die in Kooperation mit Queer Nations e.V. stattfand, beleuchtete auch, wie Medien Sexpuppen und ihre Nutzer:innen darstellen. Regener verwies dabei auf sich verschiebende Geschlechterdynamiken und mögliche Auswirkungen auf reale Frauen. Als Kurator der taz-Talks lenkte Feddersen die Diskussion und verband Regeneres Erkenntnisse mit weiteren kulturellen Debatten.
Regeneres Arbeit beschränkt sich jedoch nicht auf historische Analysen – sie hinterfragt auch, wie diese Puppen moderne Beziehungen prägen. Zwar stoßen solche Gespräche auf öffentliches Interesse, doch konkrete Auswirkungen auf Gesetze oder politische Maßnahmen in Deutschland sind bisher nicht dokumentiert.
Der taz-Queer-Talk bot eine Plattform für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Sexpuppen in der Gesellschaft. Regeneres Einblicke in ihre kulturelle Bedeutung und geschlechtsspezifischen Implikationen bereichern die laufenden Diskurse. Die realen Konsequenzen dieser Debatten bleiben jedoch vorerst ungemessen.






