17 June 2026, 18:15

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger bis Ende 2025 – trotz Milliarden-Hilfen

Auch 2025 gingen 20.000 Sozialwohnungen verloren

Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger bis Ende 2025 – trotz Milliarden-Hilfen

Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft weiter – bis Ende 2025 gehen 20.000 Wohnungen verloren

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Der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland ist erneut gesunken: Bis Ende 2025 werden voraussichtlich 20.000 Wohnungen weniger zur Verfügung stehen als im Vorjahr. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat nun Pläne vorgestellt, bis 2029 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln zu mobilisieren, um die Krise zu bekämpfen. Kritiker halten die Maßnahmen jedoch für unzureichend, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.

Bundesweit waren Ende 2024 noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen registriert. Doch der Rückgang hält an: 57.621 Wohnungen fielen aus den Mietpreisbindungen heraus. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen, das trotz Neubauten 18.538 Sozialwohnungen verlor. Berlin büßte 2.957 Einheiten ein, Bayern 2.790.

Einige Bundesländer stemmten sich gegen den Trend: Baden-Württemberg baute den Bestand um 3.046 Sozialwohnungen aus, Niedersachsen steuerte 1.240 bei, Sachsen 944. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Azubi-Wohnheimen.

Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, brandmarkte die anhaltende Unterversorgung – sie schätzt den Fehlbestand auf fast eine Million Wohnungen. Die angekündigten Mittel bezeichnete sie als ungenügend und forderte ein gemeinnütziges Wohnungsmodell sowie eine Mietpreisbremse.

Mit den 23,5 Milliarden Euro will die Bundesregierung den Sektor bis 2029 stabilisieren. Doch die anhaltenden Verluste in Schlüsseregionen und die steigende Nachfrage hinterlassen große Lücken. Die Debatte über langfristige Lösungen – von Mietobergrenzen bis zu gemeinnützigen Modellen – bleibt weiterhin ungelöst.

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