29 April 2026, 14:10

Stefan Evers übernimmt Berliner Kultursenat neben Finanzressort vor der Wahl

Logo der Berliner Finanzinitiative mit einem blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit blau-weißem Karomuster, und dem Text "Berlin Finance Initiative" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund.

Stefan Evers übernimmt Berliner Kultursenat neben Finanzressort vor der Wahl

Berlin hat einen neuen Kultursenator: Nach dem Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson vergangenen Freitag übernimmt Stefan Evers (CDU) die Leitung der Senatsverwaltung für Kultur – parallel zu seinem Amt als Finanzsenator. Die personelle Veränderung erfolgt nur wenige Monate vor den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September.

Wedl-Wilson war nach einem Bericht des Berliner Rechnungshofs zurückgetreten. Die Prüfung hatte ergeben, dass Mittel für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig bewilligt worden waren. Ihr Abgang hinterließ eine Führungslücke in der Kulturverwaltung.

Ursprünglich galt der CDU-Politiker Thomas Heilmann als Favorit für das Amt. Doch die Parteispitze entschied sich für Stefan Evers, dessen Kandidatur von den Bezirksvorsitzenden unterstützt wurde – vor allem wegen seiner finanziellen Expertise und seines starken Engagements für kulturelle Belange.

Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gab Evers' neue Position am Mittwoch bekannt. Die Entscheidung fällt in die laufenden Verhandlungen über den Berliner Finanzierungsvertrag, der auch die Förderung des Kultursektors umfasst. Bis zur Wahl am 20. September 2023 wird Evers beide Ressorts – Finanzen und Kultur – leiten.

Damit besetzt Evers nun zwei Schlüsselpositionen in der Berliner Regierung. Seine finanzpolitische Erfahrung und seine kulturellen Bezüge werden in den kommenden Monaten die Weichen für die Mittelvergabe stellen. Die Doppelspitze bleibt bis zur Neuwahl der Landesregierung im September bestehen.

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