Trigema-Erbin Bonita Grupp lehnt staatlichen 1.000-Euro-Bonus ab – und warnt vor Folgen
Clara BraunTrigema-Erbin Bonita Grupp lehnt staatlichen 1.000-Euro-Bonus ab – und warnt vor Folgen
Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich gegen den von der Regierung neu beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ausgesprochen. Sie warnt, dass steigende Lohnnebenkosten Unternehmen bald eine untragbare Last aufbürden könnten.
Grupp kritisierte das Bonusprogramm als verantwortungslos, wenn Politiker mit öffentlichen Geldern falsche Erwartungen weckten. Ihrer Meinung nach setze die Verteilung von „Geschenken mit fremdem Geld“ ein gefährliches Präzedenzfall.
Auch zur allgemeinen Steuerpolitik äußerte sie sich: Eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes sei vertretbar – allerdings nur, wenn sie durch Entlastungen an anderer Stelle ausgeglichen werde. Ob Trigema selbst den steuerfreien Bonus an die eigenen Mitarbeiter auszahlen wird, steht jedoch noch nicht fest.
Ihre Bedenken gehen über die Bonusregelung hinaus. Grupp verwies auf den wachsenden Druck durch Lohnnebenkosten, die ihrer Befürchtung nach für Arbeitgeber bald nicht mehr zu stemmen sein könnten.
Die Debatte um den 1.000-Euro-Bonus hält an, wobei Grupps Haltung die weitverbreitete Skepsis in der Wirtschaft widerspiegelt. Unterdessen steht die endgültige Entscheidung von Trigema über die Bonuszahlung an die Belegschaft noch aus. Ihre Warnungen unterstreichen die Spannung zwischen Arbeitsanreizen und der finanziellen Tragfähigkeit von Unternehmen.






