Vollsperrung auf der Bahnstrecke Hamburg–Hannover ab 1. Mai 2023
Großbaustelle auf der Bahnstrecke Hamburg–Hannover startet am 1. Mai 2023
Ab dem 1. Mai 2023 beginnen umfangreiche Sanierungsarbeiten an der stark frequentierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover. Die Strecke, die derzeit mit bis zu 147 Prozent Auslastung betrieben wird, soll durch die Modernisierungsmaßnahmen entlastet werden. Verantwortlich für das Projekt ist die DB InfraGO, die damit einen Teil ihrer Initiative zur Erneuerung der Schieneninfrastruktur in Deutschland umsetzt.
In der ersten Bauphase wird zunächst der 70 Kilometer lange Abschnitt zwischen Celle und Hannover instand gesetzt. Ab dem 14. Juni 2023 wird dann die gesamte 163 Kilometer lange Strecke für den Zugverkehr vollständig gesperrt. Die Arbeiten sollen bis zum 10. Juli 2023 abgeschlossen sein.
Zu den geplanten Maßnahmen gehören der Austausch von Gleisen, die Modernisierung von Weichen, die Erneuerung der Oberleitungen, Brückeninstandsetzungen sowie die Sanierung von Bahnhöfen. Die Baumaßnahmen sind Teil einer bundesweiten "Qualitätsoffensive", mit der die Effizienz des gesamten Schienennetzes gesteigert werden soll. Während der Sperrung werden Fern- und Güterzüge umgeleitet, während Regionalreisende auf zusätzliche S-Bahn-Verbindungen und Ersatzbusse ausweichen können.
Bereits für 2029 ist eine umfassende Komplettsanierung der gesamten Strecke vorgesehen – ein weiteres Zeichen für langfristige Investitionen in die Infrastruktur. Die aktuelle Vollsperrung dauert knapp zwei Monate, bevor der Betrieb voraussichtlich Mitte Juli wieder aufgenommen wird. Die Modernisierungen sollen die chronische Überlastung der Strecke lindern, die heute ein Vielfaches des ursprünglich geplanten Verkehrsaufkommens bewältigen muss. Fahrgäste und Güterverkehrsunternehmen müssen sich während der Bauarbeiten auf vorübergehende Änderungen einstellen.






