Wachsende Lohnkluft 2025: Managergehälter explodieren – Arbeitnehmer bleiben zurück
Mila KleinWachsende Lohnkluft 2025: Managergehälter explodieren – Arbeitnehmer bleiben zurück
Ein neuer Bericht unterstreicht die wachsende Kluft zwischen Arbeitnehmern und Spitzenmanagern im Jahr 2025. Während die durchschnittlichen globalen Löhne kaum stiegen, kletterten die Gehälter der Führungskräfte im zweistelligen Bereich. Aktivisten fordern nun die Regierungen auf, entschlossener gegen die Ungleichheit vorzugehen, bevor sich die Krise weiter verschärft.
Das inflationsbereinigte durchschnittliche Einkommen von Arbeitnehmern weltweit betrug 2025 rund 17.156 US-Dollar – ein bescheidener Anstieg von 0,5 % gegenüber 2024, aber immer noch 12 % niedriger als 2019. Die 1.500 bestbezahlten Konzernchefs hingegen verdienten im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr.
Ihre Bezüge stiegen um 11 % im Vergleich zu 2024 und explodierten seit 2019 sogar um 54 %. Die sich vergrößernde Scheere fällt mit einer Stagnation im Kampf gegen Arbeitsarmut zusammen. Seit 2020 hat sich die jährliche Rückgangsrate mehr als halbiert und liegt nun bei nur noch 3 %.
Oxfam reagierte mit dem Aufruf zu dringenden Reformen. Zu den Vorschlägen zählen höhere Steuern auf extremes Vermögen, strengere Lobbyregeln sowie Beschränkungen für die Finanzierung politischer Kampagnen durch Wohlhabende. Die Hilfsorganisation fordert zudem, dass Länder klare, zeitlich begrenzte Pläne mit messbaren Zielen zur Verringerung der Ungleichheit vorlegen.
Die Lage könnte sich weiter zuspitzen, falls Konflikte eskalieren. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt, dass ein worst-case-Szenario im Golf bis zu 32 Millionen zusätzliche Menschen in die Armut treiben könnte.
Die Daten zeigen eine eklatante Diskrepanz zwischen stagnierenden Löhnen und steigenden Managergehältern. Angesichts der verlangsamten Armutsbekämpfung und wachsender geopolitischer Risiken wächst der Druck auf die Regierungen, konkrete Maßnahmen umzusetzen. Oxfams Empfehlungen zielen darauf ab, den Trend umzukehren, bevor die Kluft unüberbrückbar wird.






