1&1 AG 2025: Leichter Umsatzplus, aber drastischer Gewinnrückgang und Netzausbau-Probleme
Nina Müller1&1 AG 2025: Leichter Umsatzplus, aber drastischer Gewinnrückgang und Netzausbau-Probleme
1&1 AG veröffentlicht gemischte Jahresergebnisse für 2025: Leichter Umsatzzuwachs, aber deutlicher Gewinnrückgang
Die 1&1 AG hat ihre Finanzzahlen für das Jahr 2025 vorgelegt, die eine durchwachsene Performance in zentralen Bereichen zeigen. Zwar stieg der Gesamtumsatz leicht, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach um über 30 Prozent ein. Zudem verzeichnete das Unternehmen moderate Zuwächse bei Mobilfunkverträgen, während die Zahl der Festnetz-Internetanschlüsse zurückging.
Der Konzernumsatz kletterte 2025 um 1,8 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, wobei 1&1 Versatel hierzu 40,2 Millionen Euro beisteuerte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank jedoch um 9,0 Prozent auf 537,5 Millionen Euro, davon 16,0 Millionen Euro aus dem Versatel-Geschäft.
Noch deutlicher fiel der Rückgang beim EBIT aus: Es stürzte um 32,7 Prozent auf 208,2 Millionen Euro ab. Dennoch blieb der freie Cashflow mit 195,1 Millionen Euro per Ende Dezember 2025 im positiven Bereich.
Bei den Kundenzahlen konnte 1&1 AG40.000 neue Mobilfunk-Internetverträge gewinnen und kommt damit im eigenen Netz auf 12,48 Millionen Verträge. Die Festnetz-Internetanschlüsse gingen hingegen um 110.000 auf 3,84 Millionen zurück.
Die Netzabdeckung in Regionen mit historisch schwacher Vodafone-Präsenz – etwa in Montabaur (Rheinland-Pfalz) – verbesserte sich in den vergangenen drei Jahren nur minimal. Während Telekom und Vodafone ihre 5G-Versorgung auf über 90 Prozent ausbauten, kommt 1&1 – das erst 2023 mit dem Ausbau begann – in diesen Gebieten laut Daten von Connect und der Bundesnetzagentur lediglich auf 20 bis 30 Prozent.
Für 2026 rechnet das Unternehmen mit stabilen Serviceerlösen, während das EBITDA auf rund 800 Millionen Euro steigen soll. Für die Jahre 2027 und 2028 wird jeweils ein weiteres Wachstum des EBITDA um etwa 100 Millionen Euro prognostiziert.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 bei 0,05 Euro je stimmberechtigter Aktie unverändert zu belassen.
Fazit: Ein schwieriges Jahr für 1&1 Die Ergebnisse für 2025 zeigen eine ambivalente Bilanz: Der Umsatzzuwachs wird durch sinkende Gewinne und einen schrumpfenden Festnetzkundenstamm überschattet. Beim Netzausbau hinkt das Unternehmen hinterher, doch das Wachstum bei Mobilfunkverträgen und die optimistischen EBITDA-Prognosen geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Aktionäre erhalten für 2025 eine unveränderte Dividende.






