20 March 2026, 08:08

Wie das Meer Musik, Filme und Erinnerungen für immer prägt

Ein Vintage-Buchumschlag mit einem Schiff, das auf dem Wasser segelt und dessen Segel im Wind flattern, begleitet von Text in einer klassischen, gedämpftfarbenen Schrift.

Wie das Meer Musik, Filme und Erinnerungen für immer prägt

Das Meer als Quelle der Inspiration – für Musik, Film und Erinnerungen

Das Meer hat seit jeher Musik, Filme und persönliche Erinnerungen geprägt. Für eine Autorin hinterließ das Aufwachsen in der Nähe der Kieler Werften unauslöschliche Spuren. Der Anblick großer Schiffe, die aus fernen Häfen einliefen, erfüllte ihre Kindheit mit Staunen und Vorfreude.

Die Traditionen der Seemannslieder und -chöre, die in lebhaften deutschen Häfen wie Hamburg und Kiel entstanden, hallen bis heute nach. Diese Melodien hielten einst die Mannschaften auf harten Fahrten im Takt – heute leben sie in modernen Chorgruppen weiter.

Als Kind beobachtete die Autorin täglich, wie Schiffe und Marineeinheiten an Kiels Kais vorbeizogen. Militär- und Segelschiffe aus der Ferne ließen ihr Herz höher schlagen, sobald sie vor Anker gingen. Auch die tiefen Stimmen der Knurrhähne, der Basssänger, blieben ihr in Erinnerung – einer von ihnen sang sogar sowohl im Kirchenchor als auch im Lotsen-Gesangverein, dem Chor der Hafenlotsen.

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Hans Albers, der "blonde Hans", wurde durch seine Seemannslieder zu einem vertrauten Begleiter auf Familienausflügen. Besonders faszinierte die Autorin seine Rolle als Hannes Kröger in Große Freiheit Nr. 7 (1944) – die Sehnsucht der Figur nach dem weiten Meer. Im Film verlässt Kröger St. Pauli, um auf der Padua in See zu stechen, dem letzten großen Hamburger Segelschiff. Dieses Schiff existiert noch heute als russisches Schulschiff Kruzenshtern – die einzige verbliebene Viermastbark der legendären Flying P-Liner.

Die Tradition der Seemannslieder und -chöre entstand im frühen 20. Jahrhundert, als Mannschaften auf Schiffen wie der PEKING (1911–1932 im Einsatz) sangen, um die Arbeit zu koordinieren und die Stimmung zu heben. Diese Lieder, verwurzelt im entbehrungsreichen Leben auf See, fanden später ein neues Zuhause in Chorgruppen. Noch heute singt die Autorin gelegentlich Freddy Quinns Einmal noch nach Bombay, wenn sie Freunde auf Hochseeschiffen besucht.

Die Flying P-Liner, einst Symbole des Salpeterhandels, transportierten mehr als nur Fracht – sie trugen eine ganze Kultur in sich. Ihr Erbe lebt weiter in Liedern, Filmen und Geschichten, die bis heute die Fantasie derer beflügeln, die am Wasser aufgewachsen sind.

Von Kindheitserinnerungen an Kiels Häfen bis zu den zeitlosen Melodien der Seeleute bleibt das Meer eine prägende Kraft. Die Padua – heute die Kruzenshtern – segelt noch immer als schwimmendes Denkmal der Vergangenheit. Und die Lieder, die einst die Decks von Schiffen wie der PEKING erfüllten, werden weitergesungen – sie halten den Geist der Seefahrt auch in der Moderne lebendig.

Quelle