18 March 2026, 01:09

86-Jähriger verliert über 40.000 Euro durch perfiden Langzeitbetrug

Eine alte Visitenkarte mit der Aufschrift "A Saint Germain-en-Laye, Rue au Pain, No. 33"

Senioren-Opfer: Betrug durch falschen Europol-Beamten - 86-Jähriger verliert über 40.000 Euro durch perfiden Langzeitbetrug

Ein 86-jähriger Mann aus Mainz wurde Opfer eines monatelangen Betrugs und verlor dabei mehr als 40.000 Euro. Die Täter gaben sich sowohl als Handwerker als auch als falscher Europol-Beamter aus und manipulierten das Opfer über einen längeren Zeitraum. Erst als eine aufmerksame Passantin in einem Supermarkt verdächtige Transaktionen bemerkte, flog der Schwindel auf.

Der Betrug begann mit unerwarteten Besuchen bei dem Senior zu Hause. Die Betrüger klingelten an der Tür und behaupteten, dringende Reparaturen oder Schädlingsbekämpfung anbieten zu müssen – etwa wegen eines angeblichen Marderbefalls. Sie verlangten Bargeld für überteuerte oder unnötige Arbeiten und bauten durch wiederholte Kontakte nach und nach Vertrauen auf.

Im Laufe der Zeit stahlen die Kriminellen Schmuck und Goldbarren im Wert von 118.000 Euro aus dem Haus des Mannes. In einem weiteren Teil der Masche gab sich ein Betrüger als Europol-Beamter aus. Dieser hielt regelmäßigen Kontakt zum Opfer und überredete es, über ein Jahr hinweg Zehntausende Euro zu überweisen.

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Die Täuschung wurde aufgedeckt, als eine Zeugin in einem Supermarkt beobachtete, wie der ältere Herr mehrere Prepaid-Karten kaufte. Diese wurden von den Betrügern für anonyme Online-Zahlungen genutzt.

Der finanzielle Gesamtschaden beläuft sich in diesem Fall auf über 40.000 Euro, zusätzlich zu den gestohlenen Wertgegenständen aus dem Haushalt des Opfers. Die Behörden ermitteln nun wegen des Betrugs, der auf wiederholten persönlichen Kontakt und Identitätsfälschung setzte. Die aufmerksame Zeugin half dabei, den langjährigen Schwindel aufzudecken.

AKTUALISIERUNG

Mainzer Polizei warnt vor neuen Betrugsfällen im Zusammenhang mit einem aktuellen Fall

Neue Betrugsfälle in Mainz, nachdem die Polizei vor Call-Center-Betrug und der Schließung eines großen Dark-Web-Datenmarkts gewarnt hat.

  • Die lokalen Behörden melden mehrere Fälle, in denen Betrüger als Polizeibeamte auftraten und Bargeld und Wertgegenstände für die 'Aufbewahrung' im März 2026 verlangten.
  • Europol hat kürzlich Leakbase geschlossen, eine Dark-Web-Plattform mit 142.000 Benutzern, die gestohlene Daten handelten, was zeigt, wie solche Netzwerke Betrugsmaschen befeuern.