Berlin führt Ausbildungsabgabe für Großunternehmen ein – was das bedeutet
Claudia FischerCDU und SPD einigen sich auf Ausbildungsplatzabgabe - Berlin führt Ausbildungsabgabe für Großunternehmen ein – was das bedeutet
Berlins regierende CDU- und SPD-Fraktionen einigen sich auf neuen Ausbildungsabgabe
Die regierenden Fraktionen von CDU und SPD in Berlin haben sich auf eine neue Ausbildungsabgabe geeinigt. Das geplante Gesetz soll größere Unternehmen verpflichten, in einen Fonds einzuzahlen, der das Wachstum von Ausbildungsplätzen fördert. Mit der Maßnahme wollen die Verantwortlichen der Stadt dem seit Langem bestehenden Mangel an Ausbildungsstellen für junge Arbeitnehmer entgegenwirken.
Laut dem Gesetzentwurf müssen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten in den Fonds zahlen, wenn ihre Ausbildungsquote unter 4,6 Prozent liegt. Kleinere Betriebe sowie solche, die die Vorgabe erfüllen, bleiben von der Abgabe ausgenommen. Die Zahlungspflicht gilt unabhängig davon, ob die Unternehmen derzeit selbst Ausbildungsplätze anbieten oder nicht.
Die Abgabe soll jährlich mindestens 75 Millionen Euro einbringen. Mit diesem Geld sollen Anreize für Betriebe finanziert werden, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. Berlin kämpft seit Jahren mit einem Mangel an Ausbildungsmöglichkeiten, wodurch viele junge Menschen ohne Perspektiven bleiben.
Bevor das Vorhaben Gesetz wird, muss es noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen und verabschiedet werden. Bei Erfolg würden die neuen Regeln frühestens 2028 in Kraft treten. Wirtschaftsverbände haben den Plan bereits kritisiert und auf Probleme mit einem ähnlichen Modell in Bremen verwiesen.
Die Ausbildungsabgabe soll größere Unternehmen, die ihre Ausbildungsziele verfehlen, finanziell in die Pflicht nehmen. Das Ziel von jährlich 75 Millionen Euro aus dem Fonds soll die Chancen für junge Arbeitnehmer in der Stadt verbessern. Die endgültige Verabschiedung und Umsetzung hängt jedoch von den parlamentarischen Entscheidungen in den kommenden Monaten ab.






