Brandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordpreisen und Hoffnung auf bessere Ernte
Claudia FischerBrandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordpreisen und Hoffnung auf bessere Ernte
Offizieller Start der Spargelsaison in Brandenburg – erste Stangen pünktlich zu Ostern
In Brandenburg hat die Spargelsaison offiziell begonnen: Die ersten frischen Stangen sind rechtzeitig zu den Osterfeiertagen auf den Markt gekommen. Die Landwirte in der Region Beelitz, dem größten Anbaugebiet des Landes, blicken trotz steigender Kosten und schrumpfender Anbauflächen optimistisch auf eine ertragreiche Ernte.
Die Saison startete in diesem Jahr mit Preisen zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelanbauverbandes, rechnet mit einer hohen Nachfrage der Kunden. Doch die Kosten sind aus mehreren Gründen stark gestiegen.
Durch die Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland stiegen die Lohnkosten für die Erzeuger. Allein auf Jakobs' Hof schossen die Dieselkosten alle zehn Tage um 5.000 Euro in die Höhe – eine Folge der Spannungen im Iran. Gleichzeitig drücken Supermärkte weiter auf die Preise und zwingen die Landwirte zu weiteren Einsparungen.
Die Anbauflächen für Spargel in der Region sind seit 2020 von etwa 8.500 Hektar auf rund 7.500 Hektar im Jahr 2025 geschrumpft. Arbeitskräftemangel, klimatische Herausforderungen wie Dürre und Frost sowie die Konkurrenz durch Importware haben die Rentabilität gedrückt. Dennoch erwarten die Bauern, dass die Preise im Laufe der Saison auf 10 bis 12 Euro pro Kilogramm sinken werden, sobald das Angebot steigt.
Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt betonte die Notwendigkeit, die heimischen Produzenten zu unterstützen. Sie unterstrich die Bedeutung des regionalen Spargels für Wirtschaft und Verbraucher gleichermaßen.
Trotz der höheren Produktionskosten hoffen die Landwirte auf eine erfolgreiche Saison. Mit fortschreitender Ernte dürften die Preise fallen und Spargel für Käufer erschwinglicher werden. Die Zukunft der Branche hängt jedoch davon ab, wie gut sie die anhaltenden Herausforderungen bei Arbeitskräften, Klima und Marktkonkurrenz meistert.






