19 March 2026, 22:06

Die Linke in Rheinland-Pfalz startet mit jungem Team in die Landtagswahl 2024

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die politische Teilungen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Die Linke in Rheinland-Pfalz startet mit jungem Team in die Landtagswahl 2024

Die Linke in Rheinland-Pfalz geht mit neuem Elan in die Landtagswahl 2024

Die Linke in Rheinland-Pfalz startet mit frischem Schwung und einer neuen Strategie in den Wahlkampf 2024. Nach Jahren innerparteilicher Konflikte und einer schweren Spaltung 2023 hat die Partei ihre Mitgliederbasis neu aufgebaut und setzt wieder auf Basisarbeit vor Ort. Die Co-Vorsitzende Rebecca Ruppert, eine IT-Beraterin von Beruf, führt ein Team junger, ehrenamtlich engagierter Kandidat:innen an, die erstmals den Einzug in den Landtag schaffen wollen.

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Die Wiederbelebung der Linken folgt auf eine turbulente Phase, geprägt von internen Zerwürfnissen. Der Austritt der Gruppe um Sahra Wagenknecht 2023 führte zunächst zu einem deutlichen Mitgliederschwund – besonders in ländlichen Regionen wie der Eifel, dem Hunsrück und der Pfalz schrumpften oder lösten sich Ortsverbände auf. Bis Anfang 2026 hatten rund 20 bis 30 Prozent der Mitglieder die Partei verlassen, was lokale Strukturen und Wahlkampfaktivitäten schwächte. Doch die Abspaltung ermöglichte auch einen Neuanfang: Innerhalb der letzten eineinhalb Jahre hat sich die Mitgliederzahl verdreifacht.

Ruppert, die 2024 die Co-Führung übernahm, setzt vor allem auf die Themen Wohnen und Gesundheitsversorgung – Schwerpunkte, die bei Tür-zu-Tür-Gesprächen besonders ankamen. Steigende Lebenshaltungskosten und Versorgungslücken im medizinischen Bereich waren die drängendsten Sorgen der Wähler:innen. Die Partei reagierte, indem sie diese Themen in ihr Programm aufnahm und stärker in lokale Kampagnen investierte.

Diese Wahl markiert einen Wendepunkt für die Linke in Rheinland-Pfalz. Anders als in früheren Wahlkämpfen, die von internen Machtkämpfen und Richtungsstreitigkeiten belastet waren, dominiert nun eine junge Generation die Kandidatenliste – die ersten drei Plätze sind mit Frauen besetzt. Alle Bewerber:innen arbeiten ehrenamtlich, was den Wandel hin zu mehr Basisdemokratie unterstreicht. Ruppert, angetrieben von der Sorge über wachsende Ungleichheit und den Aufstieg der extremen Rechten, sieht in dieser Wahl eine realistische Chance, erstmals in den Landtag einzuziehen – besonders vor dem Hintergrund einer möglichen Regierungswechsel-Stimmung.

Der Wahlkampf der Linken konzentriert sich auf den Wiederaufbau von unten: mit stärkerer lokaler Präsenz und klareren inhaltlichen Positionen. Die Wahlergebnisse werden zeigen, ob der neue Kurs in parlamentarische Vertretung umgemünzt werden kann. Bis dahin deutet das Wachstum der Partei und ihr Engagement an der Basis auf einen entschlossenen Vorstoß hin, um in der Region politisch wieder relevant zu werden.

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