Hamburg bewirbt sich für Olympische Spiele 2036 – Bürger entscheiden im Referendum
Clara BraunHamburg plant Olympia mit grüner Schleife und erschwinglichen Eintrittskarten - Hamburg bewirbt sich für Olympische Spiele 2036 – Bürger entscheiden im Referendum
Hamburg hat offiziell seine Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Die rot-grüne Koalitionsregierung der Stadt präsentierte ihre Vision unter dem Motto "Eine Chance für alle" und versprach Spiele, die Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen im Mai in einem Referendum über den Vorschlag abstimmen, während Hamburg gegen München, Berlin und Nordrhein-Westfalen um die Austragungsrechte konkurriert.
Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen zwei Hauptstandorte: die "Olympic Park City" und der "Olympic Park Altona". Diese Zonen sollen Hamburg zu einer inklusiven Arena machen, mit Veranstaltungen, die über die gesamte Stadt verteilt sind. Ein zentrales Element ist das "Grüne Olympische Band", ein Netzwerk aus Parks und Grünflächen, das die Sportstätten im Volkspark mit dem Dove-Elbe-Wasserpark im Osten verbindet.
Die Binnenalster wird eine zentrale Rolle spielen: Hier sollen nicht nur die Eröffnungsfeier stattfinden, sondern auch Wettbewerbe im Padel-Tennis, Stand-Up-Paddling und Bogenschießen auf schwimmenden Plattformen ausgetragen werden. An anderer Stelle wird eine Kletterwand am Südufer der Elbe Athletinnen, Athleten und Zuschauerinnen ein einzigartiges Panorama der Stadtsilhouette bieten. Die Mountainbike-Wettkämpfe sind auf der ehemaligen Deponie in Hummelsbüttel im Bezirk Wandsbek geplant – das Gelände soll so eine sportliche Nachnutzung erfahren.
Die Veranstalter haben zugesagt, die Spiele für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Eine Million Tickets sollen zu ermäßigten Preisen verkauft werden, während kostenlose Eintritte für Ehrenamtliche und einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger reserviert werden. Die Bewerbung betont zudem langfristige Vorteile, darunter eine beschleunigte Umsetzung großer Infrastrukturprojekte wie die U5- und S6-Schnellbahnlinien sowie den Ausbau des Hauptbahnhofs.
Hamburgs Konzept setzt auf Bezahlbarkeit, Grünflächen und eine stadtweite Einbindung. Sollte die Stadt den Zuschlag erhalten, könnten die Spiele nachhaltige Verbesserungen für Verkehr und Stadtentwicklung mit sich bringen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Wählerinnen und Wählern im anstehenden Referendum.






