24 April 2026, 22:06

Homeoffice als Lösung: Wie ein Tag pro Woche Millionen Liter Sprit sparen könnte

Grafik mit der Bezeichnung "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen" zeigt eine Produktivitätszunahme ohne entsprechenden Nutzen für die Mittelschicht.

Homeoffice als Lösung: Wie ein Tag pro Woche Millionen Liter Sprit sparen könnte

Die deutsche Bundesregierung führt Maßnahmen ein, um die Belastung durch steigende Spritpreise zu verringern. Dazu gehören ein freiwilliger Entlastungsbonus für Arbeitnehmer sowie eine Senkung der Energiesteuern auf Benzin und Diesel. Gleichzeitig zeigen Studien, dass bereits kleine Änderungen der Arbeitsgewohnheiten große Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch bewirken könnten.

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Eine Untersuchung ergab, dass allein ein zusätzlicher Homeoffice-Tag pro Woche für die neun Millionen Pendler mit Benzin- oder Dieselautos etwa 32 Millionen Liter Sprit sparen würde. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert nun Arbeitgeber auf, mehr Möglichkeiten für Remote-Arbeit anzubieten, um den Kraftstoffverbrauch zu senken. Flexible Arbeitsmodelle könnten dem Verband zufolge vor allem für Besserverdiener spürbare finanzielle Entlastung bringen.

Auch die EU-Kommission schaltet sich ein und schlägt im Rahmen ihrer Reaktion auf die Ölkrise einen festen Homeoffice-Tag für Beschäftigte vor. Ziel ist es, Pendelverkehr zu reduzieren und die Belastung durch explodierende Spritpreise zu mildern. Doch nicht alle unterstützen verpflichtende Regelungen.

Wirtschaftsverbände in Berlin-Brandenburg lehnen staatlich verordnete Homeoffice-Pflichten ab. Sie setzen stattdessen auf flexible Lösungen statt auf starre Vorgaben. Die Arbeitgeber selbst sind gespalten – manche haben Remote-Arbeit ausgeweitet, andere bevorzugen weiterhin die Präsenzarbeit. Trotzdem bleibt fast jeder fünfte deutsche Büromitarbeiter mittlerweile öfter zu Hause, um den hohen Spritkosten auszuweichen.

Viele Beschäftigte ziehen die Arbeit im Büro zwar nach wie vor vor, doch der Trend zur Remote-Arbeit nimmt zu. Die Diskussion darüber, wie sich Flexibilität mit dem Ziel des Kraftstoffsparens in Einklang bringen lässt, hält an.

Da die Spritpreise weiter steigen, gewinnt die Forderung nach mehr Homeoffice an Fahrt. Würden die Änderungen flächendeckend umgesetzt, ließen sich wöchentlich Millionen Liter Kraftstoff einsparen. Derweil suchen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam nach Wegen, um das Pendeln für Beschäftigte kostengünstiger zu gestalten.

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