24 March 2026, 12:08

Kirchensteuer absetzen: So holen Sie sich Geld vom Finanzamt zurück

Kirche mit einer grünen Plane auf dem Dach, umgeben von einem Metallzaun, Bäumen, Pflanzen, Gras, einem Pfad, Pfosten und einem bewölkten Himmel.

Kirchensteuer absetzen: So holen Sie sich Geld vom Finanzamt zurück

Kirchensteuer absetzen: So sparen Steuerzahler in Deutschland

Wer in Deutschland Kirchensteuer zahlt, kann seine Gesamtsteuerlast mindern, indem er sie in der jährlichen Steuererklärung als Sonderausgabe geltend macht. Dazu wird der gezahlte Betrag einfach in den entsprechenden Abschnitt der Steuererklärung eingetragen. Für viele führt dies zu einer Rückerstattung – doch die Regeln variieren je nach Bundesland und Einkommenshöhe.

Die Kirchensteuer ist automatisch in der jährlichen Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen. Steuerzahler müssen diesen Betrag dann in den Anlagen zur Einkommensteuererklärung (Anlage Sonderausgaben) übertragen. Wer sie Jahr für Jahr absetzt, senkt so die insgesamt zu zahlende Steuer.

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Ausnahme Bayern: In allen Bundesländern außer Bayern gilt eine Obergrenze für die Kirchensteuer bei Einkommen über 100.000 Euro pro Jahr. Die Sätze liegen je nach Bundesland und Konfession zwischen 2,75 und 3,5 Prozent des Einkommens. In Berlin beträgt die Obergrenze beispielsweise 3 Prozent.

In fünf Bundesländern – Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – müssen Steuerzahler die Begrenzung jedoch manuell beantragen. Als Nachweis ist in der Regel der Steuerbescheid direkt bei der Landeskirche oder dem Bistum einzureichen.

Bei einmaligen Einkünften lässt sich die Kirchensteuer im Nachhinein teilweise erlassen – das kann die zusätzliche Belastung um bis zu 50 Prozent reduzieren. Verheiratete Paare, die gemeinsam veranlagt werden, müssen eine weitere Regel beachten: Beide Partner müssen aus der Kirche austreten, um eine sogenannte "Kirchengebühr" für den nicht kirchensteuerpflichtigen Ehepartner zu vermeiden.

Fazit: Die Kirchensteuer absetzen lohnt sich, um das zu versteuernde Einkommen zu mindern und Erstattungen zu sichern. Da die Verfahren je nach Bundesland unterschiedlich sind – mal automatisch, mal nur auf Antrag –, hilft es, die Regeln zu kennen. Wer sie richtig anwendet, spart Steuern und bleibt dabei rechtssicher.

Quelle