Landtagswahl 2026: So funktioniert das Wahlsystem in Rheinland-Pfalz
Claudia FischerLandtagswahl 2026: So funktioniert das Wahlsystem in Rheinland-Pfalz
Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz: Personalisierte Verhältniswahl mit zwei Stimmen
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 folgt einem personalisierten Verhältniswahlsystem, bei dem jede Wählerin und jeder Wähler zwei Stimmen abgibt. Das Verfahren bestimmt die Verteilung der 101 Sitze im Mainzer Landtag – wobei sich die Gesamtzahl durch Überhang- und Ausgleichsmandate noch erhöhen kann. Zunächst wählen die Bürger einen Direktkandidaten aus ihrem Wahlkreis, bevor sie mit der Zweitstimme ihre bevorzugte Partei bestimmen.
Der Wahlvorgang beginnt mit der Erststimme, der Wahlkreisstimme. In jedem der 52 Wahlkreise des Landes wird ein Direktmandat vergeben – gewählt ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereint.
Die Zweitstimme, die Landeslistenstimme, entscheidet über den Anteil der Sitze, die einer Partei im Parlament zustehen. Sie sorgt für eine proportionale Abbildung der politischen Kräfte. Um in den Landtag einzuziehen, muss eine Partei mindestens fünf Prozent dieser Stimmen erreichen.
Falls eine Partei mehr Direktmandate erringt, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen würden, behält sie diese zusätzlichen Sitze – die sogenannten Überhangmandate. Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, erhalten die anderen Parteien dann Ausgleichsmandate. Diese Anpassung kann die Gesamtzahl der Abgeordneten über die regulären 101 hinaus ansteigen lassen.
Wie viele Überhang- und Ausgleichsmandate 2026 tatsächlich anfallen werden, lässt sich derzeit noch nicht genau abschätzen. Aktuelle Umfragedaten liefern noch keine detaillierten Sitzprognosen.
Das Wahlsystem verbindet direkte Repräsentation mit einem fairen Verhältnisausgleich. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate kann sich die Größe des Landtags über die Basis von 101 Sitzen hinaus erweitern. Die endgültige Zusammensetzung hängt davon ab, wie sich die Stimmen 2026 auf Kandidaten und Parteien verteilen.






