17 March 2026, 22:06

Lärmstreit um Kölner Volksbühne: Bundesgericht kippt Urteil und ordnet Neuverhandlung an

Eine Karte von Köln, Deutschland, die das Layout eines Gebäudes zeigt, mit begleitendem Text auf Papier.

Nachbarschaftsstreit mit der Kölner Volksbühne geht in die nächste Runde - Lärmstreit um Kölner Volksbühne: Bundesgericht kippt Urteil und ordnet Neuverhandlung an

Ein langjähriger Lärmstreit zwischen dem Kölner Volksbühne-Theater und einem Anwohner hat eine neue juristische Wendung genommen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Fall zur erneuten Verhandlung an das Oberverwaltungsgericht Münster zurückverwiesen – mit der Begründung, dass zentrale Fakten nicht ausreichend geprüft wurden.

Der Konflikt eskalierte, nachdem die Volksbühne 2023 in das ehemalige Millowitsch-Theater in Köln gezogen war. Seither nehmen nächtliche Veranstaltungen und Proben an Lautstärke zu, Anwohner berichten von Störungen bis spät in die Nacht, teilweise bis 2 Uhr morgens. Proteste und Klagen folgten in den Jahren 2025 und 2026.

Im Juni 2024 errang der Förderverein Freie Volksbühne einen ersten Erfolg: Das Verwaltungsgericht Münster hob eine Baugenehmigung auf, mit der benachbarte Räume zu einer Wohnung umgebaut werden sollten. Die Genehmigung war wegen Lärmbeschwerden im Zusammenhang mit dem Theaterbetrieb angefochten worden.

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Doch das Bundesverwaltungsgericht griff später ein. Es stellte fest, dass das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster nicht alle relevanten Aspekte ausreichend gewürdigt hatte. Der Fall muss nun in Münster neu aufgerollt werden.

Im Kern geht es um die Frage, ob die Aktivitäten des Theaters die Wohnbebauung in der Umgebung einschränken sollten. Die endgültige Entscheidung hängt von einer erneuten Bewertung der Lärmbelastung und ihrer Auswirkungen auf die Anwohner ab. Das Ergebnis könnte künftige Genehmigungen und spätabendliche Veranstaltungen der Volksbühne beeinflussen.

Quelle