Mecklenburg-Vorpommern kämpft mit Rekord-Arbeitslosigkeit und Jobverlusten
Clara BraunAnzahl der beschäftigten Menschen im Nordosten sinkt weiter - Mecklenburg-Vorpommern kämpft mit Rekord-Arbeitslosigkeit und Jobverlusten
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet kontinuierlichen Rückgang der Beschäftigung
In Mecklenburg-Vorpommern ist die Beschäftigung im vergangenen Jahr stetig zurückgegangen. Bis Dezember 2025 stieg die Arbeitslosenquote des Bundeslandes auf 8,0 %, wobei einige Regionen wie Neubrandenburg Anfang 2025 sogar 9,7 % erreichten. Die jüngsten Zahlen zeigen kaum Besserung – die Jobverluste halten in zentralen Branchen weiter an.
2025 sank die Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Land auf etwa 750.600 – ein Rückgang um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreichte die Beschäftigung den niedrigsten Stand seit 2016, als nur 746.400 Menschen einen Arbeitsplatz hatten. Treibende Faktoren waren wirtschaftliche Schwierigkeiten und eine schrumpfende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter.
Am stärksten betroffen war der verarbeitende Sektor, der 3.500 Stellen verlor – ein Minus von 2,5 %. Frühere Berichte hatten bereits einen geringeren Rückgang von 1.400 Arbeitsplätzen (1,9 %) verzeichnet, doch die endgültigen Zahlen bestätigten einen deutlicher ausgeprägten Schwund. Auch die Bauwirtschaft erlitt erhebliche Verluste und baute 2.100 Stellen ab, was einem Rückgang von 4,0 % entspricht.
Während die meisten Branchen zu kämpfen hatten, bot der Dienstleistungssektor einen kleinen Lichtblick: Hier entstanden 2.100 neue Jobs, ein bescheidener Zuwachs von 0,4 %. Doch dieses Wachstum reichte nicht aus, um den allgemeinen Abwärtstrend auszugleichen.
Auf bundesweiter Ebene blieben die Beschäftigungszahlen weitgehend stagnierend und brachten der Region kaum Entlastung. Bis Februar 2026 verharrte die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern bei 8,6 % – ohne nennenswerte Veränderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein leichter monatlicher Anstieg seit Januar 2026 deutet auf anhaltende Instabilität am Arbeitsmarkt hin.
Der Arbeitsmarkt des Landes steht weiterhin unter Druck, da Schlüsselsektoren wie die Industrie und das Baugewerbe weiter schrumpfen. Mit den niedrigsten Beschäftigungszahlen seit fast einem Jahrzehnt hängt die weitere Entwicklung von einer breiten wirtschaftlichen Erholung ab. Um den Trend umzukehren, müssen die Verantwortlichen sowohl branchenspezifische Herausforderungen als auch den demografischen Wandel in der Region angehen.






