Netflix und Prinz Harry: Warum die Millionendeal-Träume des Paares platzen könnten
Mila KleinAccusations und schwindendes Vertrauen? - Netflix und Prinz Harry: Warum die Millionendeal-Träume des Paares platzen könnten
Die Zusammenarbeit zwischen Prinz Harry, Herzogin Meghan und Netflix steht nach fünfeinhalb Jahren auf der Kippe. Trotz eines mehrjährigen Vertrags, der 2020 unterzeichnet wurde, hat die Produktionsfirma des Paares, Archewell Productions, deutlich weniger Projekte umgesetzt als erwartet. Brancheninsider stellen nun infrage, ob die Kooperation über 2025 hinaus fortgesetzt wird.
Netflix hatte den vielbeachteten Deal mit Archewell Productions 2020 mit dem Versprechen einer Reihe von Inhalten angekündigt. Doch bis 2025 sind nur vier oder fünf Projekte entstanden, darunter die Doku-Serie Harry & Meghan aus dem Jahr 2022 und Live to Lead von 2023. Diese Bilanz fällt im Vergleich zu anderen großen Netflix-Partnerschaften bescheiden aus – etwa zu den über 15 Projekten von Shonda Rhimes oder den Dutzenden Produktionen von Ryan Murphy seit 2018. Berichten zufolge wurde die Zusammenarbeit mittlerweile deutlich zurückgefahren.
Zwei Filmprojekte, Triff mich am See (Meet Me at the Lake) und Das Hochzeitsdate (The Wedding Date), befinden sich zwar noch in Entwicklung, kommen aber nur langsam voran. Ein Großteil der Kooperation konzentrierte sich auf Meghans Lifestyle-Marke As Ever und die dazugehörige Serie Mit Liebe, Meghan (With Love, Meghan), die jedoch kaum Anklang fand. Netflix sitzt nun auf Lagerbeständen im Wert von etwa 10 Millionen US-Dollar an unverkaufter As Ever-Merchandise-Artikeln, und Insider behaupten, der Streamingdienst habe die Marke faktisch aufgegeben.
Die Frustration in der Branche wächst. Netflix-Mitarbeiter sollen unzufrieden mit der Art sein, wie das Paar in Meetings auftritt. Es gibt Berichte, wonach Meghan Harry unterbrochen oder seine Ideen umformuliert haben soll, zudem soll sie Zoom-Calls abrupt verlassen haben. CEO Ted Sarandos soll scherzhaft erwähnt haben, er nehme Meghans Anrufe nur noch entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei – eine Aussage, die Netflix jedoch dementiert. Vier Quellen zufolge meiden Filmemacher und Agenten mittlerweile die Zusammenarbeit mit Archewell, da das Paar kaum greifbaren Mehrwert für Projekte biete.
Die Zukunft der Sussexes in Hollywood könnte nun davon abhängen, ob sie sich von Inhalten lösen, die an ihre königliche Vergangenheit geknüpft sind. Ihr früherer Deal mit Spotify scheiterte bereits, und die Kritik von Verantwortlichen dort hat ihre Probleme noch verstärkt. Angesichts des Scheidewegs, an dem die Netflix-Partnerschaft steht, wird ihre Fähigkeit, frisches und fesselndes Material zu liefern, über ihre nächsten Schritte entscheiden.
Der einst als große Chance gepriesene Netflix-Deal hat bisher nur begrenzte Ergebnisse hervorgebracht. Mit unverkaufter Merchandise, stockenden Projekten und Skepsis in der Branche steht die Produktionsfirma des Paares vor einer ungewissen Zukunft. Ihre nächsten Schritte werden zeigen, ob sie in Hollywood eine tragfähige Rolle behalten können.






