18 March 2026, 16:06

Neuer Prozess um 40 Millionen Euro im Cum-Ex-Skandal gegen Ex-Warburg-Chef Olearius

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Cum-Ex: Überprüfung beschlagnahmter mutmaßlicher Straftaten des Bankers Olearius - Neuer Prozess um 40 Millionen Euro im Cum-Ex-Skandal gegen Ex-Warburg-Chef Olearius

Vor dem Landgericht Bonn steht eine neue Verhandlung an, die den Fall von Christian Olearius, dem ehemaligen Chef der M.M. Warburg Bank, erneut aufrollt. Das Gericht muss nun entscheiden, ob 40 Millionen Euro an mutmaßlichen illegalen Gewinnen, die ihm zugerechnet werden, eingezogen werden können. Dies folgt auf eine Aufhebung eines früheren Urteils durch den Bundesgerichtshof im langjährigen Cum-Ex-Skandal.

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Christian Olearius war eine zentrale Figur im Cum-Ex-Steuerbetrug, einem der größten in der deutschen Geschichte. Als persönlich haftender Gesellschafter von M.M. Warburg & Co. leitete er die Ausnutzung von Steuerlücken durch die Bank in den frühen 2000er-Jahren. Durch diese Geschäfte konnte die Bank milliardenhohe Steuererstattungen erschleichen, was Jahre später zu strafrechtlichen Ermittlungen führte.

Ein Strafverfahren gegen Olearius wegen schweren Steuerbetrugs wurde aufgrund seines Gesundheitszustands endgültig eingestellt. Dennoch treiben die Staatsanwälte weiterhin die Einziehung der 40 Millionen Euro voran, die er nach ihrer Darstellung illegal erwirtschaftet haben soll. Die anstehende Verhandlung konzentriert sich ausschließlich auf diesen finanziellen Anspruch – eine Anwesenheitspflicht für Olearius besteht nicht.

Der Cum-Ex-Skandal hat bereits zu Verurteilungen anderer Warburg-Manager geführt. Doch Olearius' persönliche Rolle bleibt juristisch ungeklärt. Die Entscheidung des Bonner Gerichts wird zeigen, ob der Staat die umstrittenen Gelder zurückerlangen kann.

Das bevorstehende Urteil wird klären, ob die 40 Millionen Euro, die mit Olearius in Verbindung gebracht werden, beschlagnahmt werden können. Der Fall markiert ein weiteres Kapitel in Deutschlands Bemühungen, die Verluste aus dem Cum-Ex-Skandal wettzumachen. Eine Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet.

Quelle