17 March 2026, 20:05

Schweitzer fordert von Merz mehr Tempo für die kriselnde Chemieindustrie in Deutschland

Diagramm, das die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Laufe der Zeit zeigt, mit zwei Linien, die die Preisentwicklung darstellen, einer abnehmenden (blau) und einer zunehmenden (grün).

Schweitzer fordert mehr Engagement von Merz für chemischen Dialog - Schweitzer fordert von Merz mehr Tempo für die kriselnde Chemieindustrie in Deutschland

Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat Bundeskanzler Friedrich Merz zu entschlossenerem Handeln für die kränkelnde deutsche Chemieindustrie aufgefordert. In einem scharf formulierten Schreiben kritisierte Schweitzer Verzögerungen bei der Regierungsinitiative Chemie-Dialog und warnte, dass Untätigkeit sowohl Unternehmen als auch Pendler belaste.

Schweitzers Frustration richtet sich gegen den ausbleibenden Fortschritt, obwohl der Koalitionsvertrag vorsah, Deutschland zum führenden europäischen Standort für Chemie, Pharmazie und Biotechnologie zu machen. Trotz breitem bundespolitischem Konsens seien zentrale Fragen – etwa die Industrie-Strompreise – weiterhin ungelöst, so der Ministerpräsident.

Besonders kritisierte Schweitzer auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche für ihre zögerliche Reaktion auf die explodierenden Spritpreise. Nach seinen Worten zahlen Pendler und kleine Betriebe bereits einen hohen Preis für die zögerliche Haltung der Bundesregierung.

Unterstützung erhält Schweitzer von Wirtschaftsvertretern, die auf massive Lieferkettenstörungen durch den Iran-Konflikt und stark gestiegene Rohstoffkosten verweisen. Besonders hart trifft es die Baustoffbranche, was die Belastung für den Mittelstand weiter verschärft.

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In seinem Schreiben fordert Schweitzer konkrete Maßnahmen und betont, dass die Chemieindustrie weitere Verzögerungen nicht verkraften könne. Er rief Merz auf, im Umgang mit der Krise endlich Entschlossenheit zu zeigen.

Der Brief unterstreicht die wachsende Ungeduld mit der Bundesregierung angesichts der wirtschaftlichen Belastungen für die Chemieindustrie. Ohne schnelle Lösungen bei den Energiekosten und der Stabilisierung der Lieferketten droht Unternehmen weitere Unsicherheit. Nun liegt es an Kanzler Merz und seiner Regierung, wie sie auf Schweitzers Appell reagieren.

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