Schwerverletzter Gleisarbeiter nach Zugunfall in Frechen-Königsdorf
Claudia FischerSchwerverletzter Gleisarbeiter nach Zugunfall in Frechen-Königsdorf
Ein 21-jähriger Gleisarbeiter wurde am frühen Donnerstagmorgen am Bahnhof Frechen-Königsdorf schwer verletzt, nachdem er von einem Zug erfasst worden war. Der Mann aus Gelsenkirchen befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls in einem gefährdeten Bereich des Bahnhofs, als ein Regional-Express in die Gleise einfuhr.
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden und betraf die RE-9-Linie auf der Strecke von Köln. Rettungskräfte trafen schnell ein, leisteten vor Ort Erste Hilfe und brachten den Verletzten eilig ins Krankenhaus. Seine Verletzungen wurden als schwerwiegend beschrieben.
Die Kollision führte zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr. Die RE-9-Strecke war für etwa zwei Stunden gesperrt, und sieben Züge hatten zusammen Verspätungen von rund eineinhalb Stunden.
Dieser Unfall reiht sich in einen tödlichen Vorfall am selben Bahnhof im Oktober 2023 ein. Seither hat die Deutsche Bahn strengere Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. Dazu gehören ein verbessertes GPS-gestütztes Warnsystem (GSR 2.0) für Arbeiter in Gefahrenzonen sowie verpflichtende Zusatzmaßnahmen wie Rangierfahrten vor dem Betreten der Gleise. Die neuen Regelungen wurden bis Mitte 2024 flächendeckend im Netz umgesetzt.
Der verletzte Arbeiter befindet sich weiterhin im Krankenhaus, während die Ermittlungen zum Unfall fortgesetzt werden. Die jüngsten Sicherheitsverbesserungen der Deutschen Bahn sollen ähnliche Vorfälle künftig verhindern. Der Betrieb auf der betroffenen Strecke wurde inzwischen wiederaufgenommen, wenn auch mit vereinzelten Verspätungen.






