Städtetag attackiert Bundesregierung wegen chaotischer Wärmewende-Pläne
Claudia FischerStädtetag attackiert Bundesregierung wegen chaotischer Wärmewende-Pläne
Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung für ihr Vorgehen beim neuen Heizungsgesetz scharf kritisiert. Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, betonte, dass die Kommunen viel früher klarere Vorgaben benötigt hätten. Gleichzeitig warnte er, dass Städte und Versorgungsunternehmen die notwendigen Umstellungen nicht allein finanzieren könnten.
Ursprünglich hatte die Bundesregierung Großstädten eine Frist bis Ende Juli gesetzt, um Pläne für die Wärmewende vorzulegen. Viele Kommunalverwaltungen arbeiten nun unter Hochdruck, um ihre Konzepte in der letzten Phase der Vorbereitung zu finalisieren.
Aufgrund des Drucks verlängerte das Bundeswirtschaftsministerium die Frist um vier Monate. Schuchardt begrüßte zwar die zusätzliche Zeit, bestand aber darauf, dass Planungssicherheit entscheidend für einen reibungslosen Übergang zu nachhaltigen Heizsystemen bleibe.
Er forderte eine bessere Abstimmung und schlug vor, den Bundesförderfonds Deutschlandfonds an die finanziellen Erfordernisse der Wärmewende anzupassen. Zudem rief Schuchardt die Landesregierungen auf, mehr Verantwortung für das Risikomanagement in ihren Regionen zu übernehmen.
Die verlängerte Frist gibt den Städten nun bis Ende November Zeit, ihre Wärmepläne abzuschließen. Schuchardts Äußerungen unterstreichen die anstehenden finanziellen und logistischen Herausforderungen. Ohne stärkere Unterstützung von Bund und Ländern drohen weitere Verzögerungen bei der Umsetzung der Wärmewende.






