Apothekensterben in Deutschland: Wer muss jetzt weiter laufen?
Apothekensterben in Deutschland: Wer muss jetzt weiter laufen?
Der Zugang zu Apotheken in Deutschland hat in den letzten Jahren nur leichte Veränderungen erfahren, obwohl ihre Zahl stetig zurückgeht. Zwar wohnen die meisten Menschen noch immer in der Nähe einer Apotheke, doch ein kleiner, aber wachsender Teil der Bevölkerung muss längere Wege in Kauf nehmen, um an Medikamente zu gelangen. Nun diskutieren die Krankenkassen, ob Reformen nötig sind, um die flächendeckende Versorgung zu sichern.
Zwischen 2020 und 2025 stieg der Anteil der Deutschen, die keine Apotheke innerhalb von fünf Gehminuten erreichen können, von 4,6 auf 5,3 Prozent. Bei einer maximalen Gehzeit von 15 Minuten erhöhte sich der Wert von 1,3 auf 2 Prozent. Dennoch kann fast die gesamte Bevölkerung eine Apotheke mit dem Auto in 10 bis 15 Minuten erreichen – nur 0,1 Prozent war dies 2025 nicht möglich.
Die Schließungen folgten klaren strukturellen Mustern: In Regionen mit einer überdurchschnittlich hohen Apothekendichte gab es mehr Schließungen, während Gebiete mit weniger verbleibenden Apotheken seltener betroffen waren. Offensichtlich treiben Wettbewerb und lokale Marktbedingungen diese Entwicklung voran und nicht ein Nachfragemangel.
Fast zwei Drittel der Arztpraxen haben eine Apotheke in maximal zehn Gehminuten Entfernung. Über 90 Prozent sind mit dem Auto in fünf Minuten oder weniger bei einer Apotheke. Die Krankenkassen betonen, dass die allgemeine Erreichbarkeit trotz eines Rückgangs der Apothekenzahl um 12 Prozent innerhalb von fünf Jahren stabil geblieben sei.
Der GKV-Spitzenverband, der Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, fordert nun Reformen bei der Vergütung der Apotheken. Sein Vorschlag sieht vor, dass Apotheken mit hohem Umsatz eine geringere Pauschale erhalten, während solche mit niedrigeren Verkaufszahlen höher vergütet werden sollen. Ziel ist es, die landesweite Versorgung langfristig zu sichern.
Die Apothekendichte variiert je nach Region, doch aktuelle Zahlen, die Stadt und Land direkt vergleichen, liegen nicht vor. Die Barmer, eine der größten Krankenkassen Deutschlands, wertete eigene Daten aus, während der GKV-Spitzenverband eine separate Studie beim Iges-Institut in Auftrag gab.
Die Debatte über den Apothekenzugang hält an, während die Krankenkassen über Reformen nachdenken, um die Versorgung zu schützen. Zwar bleibt die Erreichbarkeit mit dem Auto nahezu flächendeckend, doch die leichte Zunahme der Fußwege ist spürbar. Die geplanten Änderungen bei den Vergütungssätzen könnten beeinflussen, wie Apotheken in verschiedenen Regionen des Landes künftig arbeiten.
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