Skandal an der Volksbühne: Ditlevsens Werk wird zur peinlichen Klischee-Show
Skandal an der Volksbühne: Ditlevsens Werk wird zur peinlichen Klischee-Show
Die Uraufführung von Verfluchtes Glück/Kult der Tochter an der Berliner Volksbühne hat für Aufsehen gesorgt. Unter der Regie von Benny Claessens versuchte die Inszenierung, Tove Ditlevsens autofiktionales Werk für die Bühne zu adaptieren – doch viele Zuschauer verließen enttäuscht den Saal. Einige gingen vorzeitig, frustriert von der überlangen Spieldauer und der verwirrenden Umsetzung.
Die Vorstellung begann mit der Schauspielerin Ann Göbel, die über Abtreibung und Totgeburt sang, während im Hintergrund ein brennendes Haus und eine Kapelle zu sehen waren. Göbel verkörperte Ditlevsen als naiv wirkende "Kindfrau" mit blonder Barbie-Perücke und einem keuschen weißen Outfit, ihre Stimme erinnerte an den Vortragsstil von Kathrin Angerer. Doch es gelang der Produktion nicht, die Tiefe weiblicher Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt und struktureller Frauenfeindlichkeit einzufangen.
Georg Friedrich spielte eine brutale Figur, die von einem Vergewaltigungsfall berichtete, während die weibliche Hauptrolle auf eine stumme, passive Gestalt reduziert wurde. Das Stück bediente sich klischeehaft des Bildes der "ewigen Opferrolle" und ignorierte Ditlevsens reale Widerstandskraft und Erfolge. Viele Szenen wirkten, als agierten selbstgefällige Kunststudenten – mit distanziert-ironischen oder murmelnd gleichgültigen Texten.
Das Publikum verlor zunehmend die Geduld mit der dreieinhalbstündigen Aufführung; einige Besucher verließen den Saal vor dem Ende. Kritiker warfen der Inszenierung vor, genau die Frauen und Mädchen zu verraten, die sie eigentlich repräsentieren wollte – eine verschwendete Zeit und verschwendete Ressourcen.
Die Volksbühnen-Produktion von Verfluchtes Glück/Kult der Tochter wird weithin für ihren fehlgeleiteten Ansatz kritisiert. Statt weibliche Stimmen zu stärken, reproduzierte sie veraltete Klischees und hinterließ ein desillusioniertes Publikum. Eine breitere Debatte über die Darstellung von Frauen im deutschen Theater ist daraus nicht entstanden.
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